Jede Krankheit hat eine Geschichte, und meist beginnt sie lange, bevor sie sich bemerkbar macht: leise, in Zusammenhängen, nach denen niemand sucht, solange noch nichts auffällt. Was Menschen schließlich zu uns führt, ist selten der Anfang dieser Geschichte, sondern ihr sichtbarster Teil.
Jede Behandlung beginnt für uns damit, diese Geschichte zu verstehen. Symptome sind dabei wichtige Hinweise: Mit ihnen zeigen Körper und Seele, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Wer sie nur unterdrückt, beseitigt das Signal, aber nicht die Ursache.
Deshalb behandeln wir keine Diagnosen, sondern Menschen, in denen Diagnosen entstanden sind. Und wir fragen nicht zuerst, was zu tun ist, sondern warum es so weit gekommen ist.
Aus dieser Haltung heraus ist STIEL RADIX entstanden, der Ansatz, der unserer gesamten Arbeit zugrunde liegt. Radix ist das lateinische Wort für Wurzel. Für uns ist das keine Metapher, sondern eine Ortsangabe: Es beschreibt, wo wir ansetzen.


