Das vegetative Nervensystem (VNS) funktioniert wie ein inneres Steuerungssystem, das lebenswichtige Prozesse wie Atmung, Herzschlag, Verdauung und Blutdruck automatisch reguliert. Es setzt sich aus zwei Hauptbereichen zusammen: dem Sympathikus, der den Körper in Stress- oder Gefahrensituationen aktiviert, und dem Parasympathikus, der für Ruhe und Erholung sorgt. In stressigen Momenten übernimmt der Sympathikus die Kontrolle und löst Reaktionen wie einen schnelleren Herzschlag und erhöhten Blutdruck aus. Nach solchen Phasen sorgt der Parasympathikus normalerweise für die Rückkehr in den Entspannungszustand.
Bei anhaltendem Stress kann dieses fein abgestimmte Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht geraten. Die Folge können gesundheitliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Probleme oder andere chronische Erkrankungen sein.
Die VNS-Analyse, auch als Stressmessung bekannt, ist eine kurze Untersuchung zur Bewertung der Funktionsfähigkeit Ihres vegetativen Nervensystems. Dabei wird die Herzfrequenzvariabilität (HRV) mithilfe eines Brustgurts erfasst – die Messung dauert nur etwa 5 bis 10 Minuten. Sie gibt Aufschluss darüber, wie gut Ihr Körper mit Stress umgeht und ob der Parasympathikus – der sogenannte Entspannungsnerv – ausreichend aktiv ist.
Diese Analyse eignet sich besonders für Menschen, die unter hoher Stressbelastung, Erschöpfung, innerer Unruhe, chronischen Schmerzen, Erkrankungen oder Schlafstörungen leiden. Zudem lässt sich mit ihrer Hilfe die Wirksamkeit therapeutischer Maßnahmen überprüfen. So erhalten Sie wertvolle Informationen über Ihren aktuellen Gesundheitszustand und können mögliche Störungen frühzeitig erkennen und gezielt behandeln.